Bergwerk Auguste Victoria, Marl und die Folgen des Kohleabbaus

Die   Gründung  des   Bergwerks  Auguste   Viktoria  erfolgte  1899.  Sechs  Jahre  später - 1905 - wurde auf dem Bergwerk die erste Kohle gefördert. Als Folge davon sind Bergsenkungen aufgetreten, die Einwirkungen auf Landschaft, Flora und Fauna, Gebäude, Strassen etc. gehabt haben und bis nach Beendigung der Abbautätigkeiten des Bergwerkes AV noch haben werden.
Die BLU bemüht sich, darauf einzuwirken, die Bergbaufolgen für die betroffenen Bürger so gering wie möglich zu halten und dabei der Umwelt so wenig wie möglich Schaden zuzufügen.  


 

Untertitel: Födergerüst Auguste Viktoria / Schacht 8, Lippramsdorf.

 

Abriss eines Wohngebäudes in der Erzbischof-Buddenbrock-Strasse

Die RAG ist gesetzlich verpflichtet, die geplanten Abbauvorhaben zu veröffentlichen.
Anhand dieser Dokumente ist es auch für Laien möglich, ansatzweise zu erkennen, ob und wie Bergsenkungen auf seine eigene Immobilie eingewirkt haben können. 

Im Untermenü 'Senkungsübersichten' sind die Einwirkungen durch Bergsenkungen auf die Erdoberfläche aufgeführt. 
In der Senkungsübersicht 1 (
BW AV Senkungen von 1970 bis 2003_WMOE 2009 11 19 .pdf) sind die gesamten Bergsenkungen für den Zeitraum der Abbautätigkeiten von 1970 - 2003 beurkundet.
In der Senkungsübersicht 2 (
02-Senkungsübersicht 01.01.2004-31.12.2015.pdf) sind die gesamten Bergsenkungen für den Zeitraum der Abbautätigkeiten von 2004 - 2015 beurkundet bzw. prognostiziert.
Die Einwirkungen des Kohleabbaus einzelner aktueller Bauhöhen auf die Erdoberfläche sind im Untermenü 'Sonderbetriebspläne' dokumentiert.

Die an der Erdoberfläche aufgetretenen Bergsenkungen wurden ursächlich durch den Kohleabbau in den verschiedenen Abbaufeldern verursacht.

Die im Zeitraum von 2009 - 2012 bereits erfolgten bzw. geplanten Kohleabbautätigkeiten sind der nachfolgend aufgeführten Abbauübersicht zu entnehmen.

Abbauübersicht 2009 bis 2012  

Die sich aus vorgenanntem Abbau ergebenden Bergsenkungen führen zu den in der nachfolgenden Bergsenkungsprognose aufgeführten Senkungen an der Erdoberfläche.

Bergsenkungsprognose 2009 bis 2012

Unter dem Untermenü-Punkt 'Abbauübersichten' finden Sie Abbauübersichten und Bergsenkungsprognosen aus Bergwerktätigkeiten vergangener Jahre.

Unter dem Untermenü-Punkt 'Sonderbetriebspläne' sind detaillierte Angaben zu einzelnen Abbaufeldern der Jahre 2008 - 2014 zu finden.

Die in den Bergsenkungsprognosen vom Bergwerksbetreiber Auguste Viktoria vorausgesagten Bergsenkungen sind im Regelfall so eingetreten wie prognostiziert. Aufgrund der Senkungsmulden sind Bauwerke, Strassen etc. an der Erdoberfläche Zerrungen und Pressungen ausgesetzt und z. T. erheblich beschädigt worden. Die Beschädigungen waren z. T. so gravierend, dass Gebäude nicht mehr bewohnbar waren und abgerissen werden mussten. 
Bei den u. g. Sprechstunden können auch konkrete Angaben über die Einwirkungen auf eigene Immobilien erfragt werden.

Mit dem Entschluß der RAG zum Ausstieg aus dem subventionierten Kohlebergbau ist für den Bereich des Bergwerkes Auguste Viktoria bis 2015 eine Änderung der Abbauvorhaben beabsichtigt. Diese Änderung besagt grundsätzlich, dass der Kohleabbau unter dichter besiedeltem Gebiet unter Lippramsdorf-Dorf, Lippramsdorf-Schabrink und Sickingmühle zurückgefahren und an Stelle dessen im Bereich von Lippramsdorf-Eppendorf und Lippramsdorf-Tannenberg intensiviert wird.
Diese Absicht ist in Form eines Antrages zur Änderung des gültigen Betriebsplanes als Rahmen-betriebsplanänderung Nebenbestimmung 1.3.12.6 Planänderung bei der Bezirksregierung in Arnsberg von der RAG eingereicht worden.
Der dann vorzunehmende Kohleabbau unter Eppendorf und Tannenberg wird dort an Gebäuden, Strassen etc. zwangsläufig zu Bergschäden führen, deren Kosten zur Behebung von der RAG aber geringer eingeschätzt werden als bei einem Abbau und Lippramsdorf-Dorf und Sickingmühle. 

Information zum Rahmenbetriebsplan
 

Durch Bergbauschäden betroffene Bürger können sich an folgende Stellen wenden: 

Zuständigkeitsbereich der RAG:

Bergschadensmeldung:  
                
DSK, Tel.-Nr. 0800 / 2727271 (kostenlose Hotline),   
                      direkter Ansprechpartner vor Ort: Ali Sen,
                      Tel.-Nr. 0800 / 2727271 oder 0172 / 7017491.


Sprechstunden der RAG für bergbaugeschädigte Bürger finden an folgenden Tagen statt:

  • Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat, 16 - 18 Uhr, Ort: Haltern-Lippramsdorf, Grundschule, Erzbischof-Buddenbrock-Straße 1
  • Jeden 2. Mittwoch im Monat, 16 - 18 Uhr, Ort: Marl-Sickingmühle, Grundschule,
    Alte Straße 30

Während der Ferien finden keine Sprechstunden statt.

Fragen zu anderen bergbaulichen Belangen können unter der o.g. kostenlosen Hotline gestellt/vorgetragen werden.  

Die RAG bereitet z. Zt. einen neuen Internet-Auftritt vor, um das Unternehmen zeitgemäß darzustellen und gleichzeitig mehr Bürgernähe zu erreichen.
Über nachfolgende Internet-Adressen können Sie sich auf die Seiten der RAG einloggen. Hier können auch auf Privatgrundstücke bezogene  Informationen abgerufen werden.

http://www.bid.rag.de/bid/index.html
http://www.rag-deutsche-steinkohle.de/
 
 

Beratung durch die BLU:

In langwierigen Verhandlungen hat die BLU mit der RAG ein Positionspapier vereinbart, in dem Modalitäten zur unbürokratischen Aufnahme und Abwicklung von Bergschadensfällen festgelegt worden sind. Beide Parteien sind darin übereingekommen, dass sich Mitglieder der BLU von dieser beraten lassen können und dass dabei der Inhalt der Vereinbarung angewendet wird.
Näheres dazu können Sie im Menü unter
'Wir über uns / Arbeitskreis Bergbau ersehen'.

Hilfestellung/Beratung durch den LVBB NRW (Landesverband Bergbaubetroffener NRW):

Die BLU ist seit 2009 Mitglied im Landesverband der Bergbaubetroffenen NRW.
Der LVBB hat Sitz und Stimme in Schlichtungsverfahren, bei Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang von strittigen Bergschadensregulierungen.

Die Schlichtungsstelle wurde im Jahr 2008 bei der Landesregierung NRW in Düsseldorf eingerichtet. Sie kann bei Streitigkeiten im Zusammenhang mit Bergschadensregulierungen - als letzte Instanz vor der Beschreitung des Klageweges vor einem ordentlichen Gericht - angerufen werden.

Schlichtungsfälle

Vertreter des LVBB sind in der Vergangenheit für diverse Schlichtungsverfahren als Beisitzer berufen worden.
Die Ergebnisse der Schlichtungsverfahren sind in aller Regel zur Zufriedenheit der betroffenen/geschädigten Antragsteller abgelaufen.
Seit Mai 2013 hat der LVBB offiziell auch Sitz und Stimme und Sachverständigenstatus im Unterausschuss Bergbausicherheit.


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Es wurde folgende Bekanntmachung Nr. 170 v. 30.11.2011 veröffentlicht:
Öffentliche Bekanntmachung der Bezirksregierung Arnsberg, Abteilung 6:
Die RAG Aktiengesellschaft, Bergwerk Auguste Victoria, plant im
Bereich unter dem Gebiet der Stadt Haltern am See ab März 2012
weiter Steinkohle abzubauen.

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Herausgeber:
Kreisverwaltung Recklinghausen
Kurt-Schumacher-Allee 1
45655 Recklinghausen
Telefon: +49 (2361) 53-0
Telefax: +49 (2361) 53-3290
Im Internet:
http://www.vestischer-kreis.de
E-Mail:
Info@Kreis-Recklinghausen.de

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